Journalismus

Fachjournalismus

– zuverlässig und verständlich informieren –

Das Internet quillt über: Fundiertes Spezialwissen, unklare Halbwahrheiten und bewusste Manipulation stehen nebeneinander. Im Alltag bleiben weder Zeit noch Muße, diesen Wust zu durchforsten.

Diese Aufgabe übernimmt in einer Demokratie der Journalismus. Redakteure und Fachjournalisten wagen sich etwa in die Untiefen des Worldwide Web und bleiben der Wahrheit auf der Spur. Dabei trennen sie die Spreu vom Weizen – das ist mal einfach und mal kompliziert. Manchmal ist es richtige „Drecksarbeit“.

In unserer arbeitsteiligen und hochspezialisierten Welt sorgen gerade Fachjournalisten dafür, Informationen ihrer Disziplin korrekt und verständlich an ihre Leser weiterzugeben.

Die folgenden Abschnitte werfen einen Blick hinter die Kulissen. Viel Spaß beim Lesen!

Wissenschaft: raus aus dem Labor – rein ins Leben?

Die Wissenschaft ist eine eigene Welt. Sie verwendet spezielle Methoden und ihre eigene Sprache – das hat sie mit anderen Bereichen gemeinsam. Wer weiß schon, was ein Konvektomat oder ein Baine-Marie ist? (Anmerkung: Es handelt sich um Fachbegriffe aus der Gastronomie, nämlich um einen Heißluftofen und ein spezielles Wasserbad.)

 

Wissenschaftler brauchen Fachbegriffe. Nicht, weil sie ein exklusiver Club wären, der sich von anderen abgrenzt. Sie brauchen eindeutige Definitionen von ihren Forschungsgegenständen. Wie sonst sollten Forscher rund um den Globus über ihre Ergebnisse diskutieren oder gemeinsam an einer Fragestellung arbeiten? Grafiker und Maler kennen unterschiedlichste Farbnuancen, die das Auge eines Laien nur schwer unterscheiden kann. Trotzdem sind sie für diese Berufsgruppen wichtig. Genauso kennt die Psychologie nicht nur „das Gedächtnis“, sondern verschiedene Formen wie Artgedächtnis, individuelles Gedächtnis oder Ultrakurzzeitgedächtnis. Derartig komplexe Forschungsgegenstände brauchen eindeutige Begriffe. Ohne sie kann Wissenschaft nicht funktionieren.

 

chemistry-lab-experiment-3005692_1280

Wissenschaftliches Arbeiten soll unter objektiven Bedingungen stattfinden. Emotionen oder politisches Interesse gehören weder ins Labor noch in einen psychometrischen Test. Auch verfügen Wissenschaftler nur über eine begrenzte Zeit, ihre Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Darum braucht es Fachleute, die relevante Erkenntnisse aus den Wissenschaften an die Allgemeinheit weitergeben.

Fachjournalisten stehen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft.

Es freut mich, dass Sie den Text bis hierher gelesen haben! Also weiter: An diesem Punkt bedarf es keiner großen Erklärung. Fachjournalisten brauchen eine wissenschaftliche Ausbildung, um die Wissenschaft zu verstehen. Gleichzeitig setzen sie journalistisches Handwerk ein – dazu zählt auch die Einhaltung des Pressekodex. Er regelt die journalistische Praxis und dient dem Presserat als Basis, wenn er Beschwerden von Lesern beurteilt – und das tut er zuverlässig.

Ohne Vertrauen geht es nicht

Die digitale Technik wirbelt die Lebensbereiche aller Menschen durcheinander. Auch die klassischen Medien und deren Mitarbeiter sind davon betroffen. Sie müssen mit völlig neuen Rahmenbedingungen umgehen. Trotzdem gehen sie ihrer Arbeit so gut wie möglich nach.

Dass im Alltag den Medien-Nutzern bei der unablässigen Flut an zum Teil vollkommen gegensätzlichen Informationen der Überblick verloren geht ist verständlich. Skepsis und Misstrauen gedeihen unter diesen Bedingungen besonders gut.

 

Gleichzeitig entsteht der Wunsch nach einfachen Erklärungen, die ein Journalist nicht so einfach liefern kann. Albert Einstein wird folgender Satz zugeschrieben: „Mache komplexe Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.“ Dieser Anspruch passt perfekt zur täglichen Arbeit von Fachjournalisten – eine Gratwanderung, die es möglichst gut umzusetzen gilt.

Vor diesem Hintergrund ist klar: Unsere arbeitsteilige und vielfältige Gesellschaft braucht ein gewisses Maß an gegenseitigem Vertrauen – und (in den meisten Fällen) ist das Vertrauen auch gerechtfertigt.

news_bild_website

Konstruktive Kritik erwünscht

Ein großer Vorteil des Internetzeitalters: Journalisten können direkt von ihren Lesern lernen. Fachleute nutzen die Kommentarspalten für ergänzende oder korrigierende Anmerkungen. Während in gedruckten Zeitungen ein Widerruf oder eine Richtigstellung oft Tage später erscheint, werden Online-Beiträge umgehend korrigiert und die Änderung für jeden Leser sichtbar gekennzeichnet.

Fazit

Wie alles im Leben hat auch die Digitalisierung Vorteile, aber auch Schattenseiten im Gepäck. Es gilt, einen vernünftigen Umgang mit diesem Tool zu pflegen und trotz mancher Stolperfallen das begründete Vertrauen in das Miteinander von Journalismus, Medien und Gesellschaft zu bewahren. Kritisch und ohne Alarmismus.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Zeit!

Sie sind an einer Zusammenarbeit interessiert? – Hier finden Sie Informationen zu meinem Angebot. Gerne beantworte ich Ihre Fragen auch am Telefon unter 00 49/ 176 / 83 62 11 92 oder per E-Mail unter info@susanne-schmieder.com.