Erfolgreiche Zusammenarbeit: So gelingt das Freelancer-Projekt

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Warum sollte ein Unternehmen Freiberufler engagieren? Der Kostenfaktor spielt bei der Überlegung eine wesentliche Rolle – klar. Diese Perspektive greift allerdings zu kurz: Freelancer haben eine Menge weiterer Vorzüge im Gepäck.

Die folgenden Abschnitte zeigen die wichtigsten, die ich mit Beispielen aus meinem Alltag so weit wie möglich ergänzt habe. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Engagement statt „Dienst nach Vorschrift“

Die Gallup-Studie zur Mitarbeiterbindung zeichnet ein eher düsteres Bild für Deutschland: Nur fünfzehn Prozent der Befragten fühlen sich positiv an ihren Arbeitgeber gebunden, siebzig Prozent verrichten den klassischen „Dienst nach Vorschrift“ und die restlichen fünfzehn Prozent fühlen sich überhaupt nicht an das Unternehmen gebunden.

Laut Freelancer-Compass 2019 gaben 92 Prozent der Befragten an, sie würden sich wieder selbstständig machen. Der Großteil der Freelancer ist offensichtlich zufrieden – anders als viele Angestellte.

Die Freelancer entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für die Selbstständigkeit. Hier einige Beispiele:

  • Leben im eigenen Rhythmus: Wie oft saß ich während meiner Zeit als Angestellte am Schreibtisch und brütete über einem Bericht. Mir wollte einfach nichts einfallen. Doch die Arbeitszeit war noch nicht um und mein Vorgesetzter wollte Ergebnisse sehen. Heute kenne ich solche Situationen kaum noch. Wenn sich eine Blockade festsetzt, drehe ich eine Runde mit dem Hund oder werkle kurz im Garten. Oft fällt mir währenddessen eine Lösung ein und ich starte mit neuer Motivation. Das empfinde ich als absolut sinnvoll und erfüllend.
  • Unabhängigkeit: Während Angestellte „schwierigen“ Kollegen kaum ausweichen können, achtet der Freelancer auf Ausgewogenheit. Das muss er auch, wenn er langfristig sich selbst und sein Business gesund erhalten möchte.
  • Chance auf Weiterentwicklung: Keine Frage, für eine Festanstellung sprechen viele Argumente. In Puncto „Entwicklungsmöglichkeit“ liegen Freelancer jedoch klar im Vorteil. Sie können flexibel auf Veränderungen am Markt reagieren und sich dabei an Ihren Interessen und Talenten orientieren. Umstrukturierung und Personalabbau können dazu führen, dass Angestellte einen Posten erhalten, der nicht unbedingt zu ihnen passt. Etwa, wenn der Psychotherapeutin die Aufgaben der QM-Managerin übertragen werden.

Kurze Entscheidungswege – der Freiberufler als Unternehmer

Egal ob Terminverschiebung, fachliche Fragen oder zusätzliche Aufgaben: Der Freiberufler ist Ausführender und Entscheider in Personalunion. Ohne Umwege können Sie Absprachen und Entscheidungen zeitnah, flexibel und direkt gemeinsam treffen.

Langfristige Zusammenarbeit: Freiberufler punkten durch vielfältige Erfahrung und Spezialwissen

Mitarbeiter kennen die Abläufe im Unternehmen. Das schafft Routine, ist jedoch auch mit Einschränkungen verbunden. Gerade wenn es um aktuelle, fachspezifische Inhalte geht, kann ein Freelancer durch seine Projekterfahrung wertvolle Impulse liefern.

Jedes Projekt ist Auftrag und Lernprozess. Mit jedem neuen Kunden gewinne ich an Erfahrung, erweitere im Rahmen der Recherche mein Wissen. Ein Mitarbeiter, der nebenbei wissenschaftliche Fachtexte schreibt, kann diesen weiten Blick nicht aufbauen, weil ihm die zeitlichen Ressourcen fehlen.

Mein Grundsatz: Ich möchte mir dauerhaft die Freude, den Spaß und das Interesse an meinen Projekten, deren Inhalt und vor allem den Menschen dahinter erhalten.

Kreative Denker brauchen Freiraum

Genau diese Vielfalt an Erfahrungen und die Begeisterung für kreatives Arbeiten sorgen für den Mehrwert, den ein Freiberufler in gemeinsame Projekte einbringt. Damit er sein Potenzial richtig entfalten kann, braucht er ein gewisses Maß an Freiheit.

Damit Sie als Unternehmer nicht das Gefühl haben, die Katze im Sack zu kaufen, testen beide Seiten die Zusammenarbeit idealerweise in einem ersten Teilprojekt.

Probieren Sie es aus. Es lohnt sich!

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