Grenzen der Messbarkeit

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SEO-Texte

Skalierbarkeit und SEO: Man kann‘s auch übertreiben!

Immer wieder erreichen mich Kundenanfragen, die mich jedes Mal von Neuem stutzig werden lassen. Die Aufträge lauten sinngemäß: „Ich brauche einen Blogbeitrag zum Thema „Stress und Resilienz“ von rund 1200 Wörtern. Das Keyword „Stress“ soll mindestens 50 mal im Text vorkommen.“ Das Ergebnis liest sich dann ungefähr so:

„Stress und Resilienz – so stärken Sie Ihre psychische Widerstandskraft. Stress ist in der modernen Gesellschaft weit verbreitet und gilt als Auslöser für zahlreiche Krankheiten. Darum ist es besonders wichtig, Stress im Alltag zu reduzieren. Stress können Sie ganz einfach reduzieren, indem Sie gezielt Stress vermeiden und positive Erfahrungen in Ihr Leben integrieren.

Wie kommen derartige Zahlen zustande?

In Beiträgen über Suchmaschinenoptimierung und die Frage, wie häufig das Hauptkeyword im Text auftauchen sollte, findet der Suchende meist zwei Antworten:

Variante 1

Das Hauptkeyword weist eine Häufigkeit von 3-5 Prozent auf. Das heißt, in einem Text mit 1200 Wörtern taucht es zwischen 36 und 60 mal auf. Je höher die Keyworddichte, desto holpriger liest sich der Text. Langweilige oder schwierig zu lesende Beiträge führen dazu, dass Leser schnell weiterklicken. Außerdem kann es passieren, dass die Suchmaschinen die Seite unter der Rubrik „Keywordstuffing“ einordnet. Google und Co. stufen die Seite also als Keyword-Spam ein. Ein Pluspunkt für ein gutes Ranking ist das nicht.

Variante 2

Eine Alternative bietet die sogenannte WDF*IDF-Analyse. Hier wird die eigene Website und die verwendeten Begriffe mit Seiten verglichen, die in der selben Nische erfolgreich aktiv sind.

Ein sinnvolles Tool bei schlecht rankenden Websites.

Überoptimierung – so verlieren Sie sich in Kleinkram und vergeuden Ressourcen

SEO-Optimierung, Tracking-Tools, Conversionrate-Analyse, Absprungraten – klingt nach viel Kontrolle und Steuerungsmöglichkeit.

Allerdings hat jedes Tool seine Grenzen und sollte zum jeweiligen Gesamtkonzept passen.

Ein Beispiel: Ein Online-Lebensmittellieferant sollte sich in erster Linie um seine Bestandskunden kümmern, anstatt mit großen Wachstumsraten zu liebäugeln. Die Yoga-Lehrerin mit neuem Studio braucht neue Kunden. Die Ziele sind unterschiedlich und verändern sich mit der Zeit. Aus diesem Grund muss eine Website nicht für alle Eventualitäten optimiert werden.

Website-Content – in erster Linie für den Menschen

Texte werden in erster Linie für Menschen geschrieben. Der Text soll informieren – und gut strukturiert sein. Zumindest arbeite ich nach diesem Grundsatz. Damit die Website von den Kunden auch gefunden wird, müssen Google und Co. den Zweck der Site erkennen und verstehen, dass die Webpräsenz ein gutes Angebot enthält. Nicht mehr und nicht weniger.

Gute Online-Texte sorgen für zufriedene Website-Besucher. Die Besucher verweilen auf der Site und kommen gerne wieder. Das Nutzerverhalten erkennen auch die Suchmaschinen.

Weitere Informationen zu den SEO-Tools gibt es auf der Seite der SEO-Küche (für deren Inhalte ich keine Haftung übernehme).

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