Shitstorms und Hasskommentare vermeiden

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Ein Facebook-Post mit Folgen …

Kürzlich geschehen in einer Facebook-Gruppe:

Ein Ehepaar hat zwei Hündinnen, beide sind trächtig. Die Frau postet die freudige Nachricht in der Gruppe. Sie berichtet, dass ein Tierarzt die beiden Weibchen gründlich untersucht hat, ehe sie gedeckt wurden. Der Post enthält mehrere Fotos – von den Hündinnen und ihrem Lebensraum.

Die werdenden Mütter sind rundherum gesund, die Halter gut informiert. Das Paar nimmt sich Zeit. Sie haben sich sogar im Vorhinein um potenzielle Abnehmer für die Welpen gekümmert und ein Hundehaus für die Mütter samt Nachwuchs gibt es auch. Der Tierarzt begleitet die Schwangerschaft.

Reaktionen

Eine Flut an Reaktionen ergoss sich auf die junge Frau. Glückwünsche, OMGs und „Ach wie süß“-Antworten auf der einen und vernichtende Urteile auf der anderen Seite. Positive und negative Reaktionen hielten sich in etwa die Waage.

Hier ein Auszug der Vorwürfe und Meinungen:

„Wenn Du Geld brauchst, dann such Dir eine anständige Arbeit.“

„Dumm sind solche Leute. Sie vermehren ohne Sinn und Verstand irgendwelche Rassen.“

„Ich wünsche jedem einzelnen Vermehrer die Pest an den Hals.“

Textwerkstatt Schmieder

Kommunikation kann gelingen

Diskussionen in sozialen Netzwerken: Kommunikation will gelernt sein

Wir leben in einer Demokratie, in einer offenen Gesellschaft. Unsere Grundwerte sind freie Meinungsäußerung, Vielfalt der Lebensentwürfe und ein offener Austausch auf einer humanistischen Grundlage.

Der Humanismus – unser kulturelles Erbe

In einer Demokratie darf natürlich gestritten und um Meinungen gerungen werden. Die Demokratie braucht diese Diskurse, um lebendig zu bleiben und sich weiter zu entwickeln.

In welche Richtung sie sich entwickelt liegt unter anderem an der Kommunikationskultur, also WIE dieser Austausch funktioniert.

Niemand demonstriert Stärke oder Kompetenz, wenn er damit andere demütigt. Und wenn doch die Tasten durchgehen, dann ist eine Entschuldigung fällig.

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